Neuwagen anschaffen und mit Autokredit finanzieren
Die Mehrzahl aller Neuwagenkäufer finanzieren ihr neues Fahrzeug, denn die wenigsten haben solch eine Summe auf der hohen Kante liegen. Doch wer diese Anschaffung mit einem Autokredit finanzieren möchte, sollte sich vorher ausführlich über die unterschiedlichen Möglichkeiten informieren, um am Ende so viel wie möglich zu sparen.
Die Finanzierung über die Hausbank des Autoherstellers
Wer diese Variante der Finanzierung wählt, kann in der Regel mit Sonderkonditionen für die Kredittilgung rechnen. Einige Hersteller bieten ihren Kunden sogar eine sogenannte Nullprozent-Finanzierung an, was bedeutet, dass nur ein vorher festgelegter Teilwert des Autos in den monatlichen Raten enthalten ist und darum keine zusätzlichen Zinsen anfallen. Da bei dieser Finanzierungsart sowohl der Hersteller, durch steigende Absatzzahlen, wie auch der Händler, durch Mengenrabatte vom Hersteller, profitiert, gibt es eigentlich kaum einen Händler oder Hersteller, der diese Variante nicht anbietet. Doch ohne Schufa-Eintrag geht es auch bei diesem Autokredit nicht.
Die Finanzierung über die eigene Hausbank
Hier wird ein Autokredit über die komplette Kaufsumme des Neuwagens aufgenommen. Während der Kredit-Laufzeit, die in der Regel zwischen 12 und 84 Monaten liegt, behält die Bank den Fahrzeugbrief als Sicherheit. Somit ist die Bank abgesichert und kann deshalb diesen Kredit mit günstigeren Zinsen vergeben, als beispielsweise bei einem Ratenkredit ohne Sicherheiten. Allerdings besteht hier auch noch die Möglichkeit, einen Barkredit aufzunehmen, um den Neuwagen bar bezahlen zu können. Denn viele Händler bieten bei Barzahlung eines Neuwagens lukrative Sonderkonditionen an, dies sollte im Vorfeld aber gut abgewägt werden, da die Zinsen für den Barkredit entsprechend höher sind als beim Autokredit.
Die Finanzierung über einen Drei-Wege-Kredit
Hierbei wird im Vorfeld festgelegt, wie lange die Laufzeit dauern soll, denn wie beim Leasing werden nur Monatsraten gezahlt, solange das Fahrzeug auch tatsächlich benutzt wird. Dementsprechend niedrig fallen diese Raten dann auch aus, dafür muss am Ende dieser Laufzeit aber auch eine wesentlich höhere Schlussrate in Kauf genommen werden. Meist entspricht diese Schlussrate dem Restwert des Fahrzeugs. Wer dieser Rate entgehen möchte, hat aber auch entweder die Möglichkeit sie mit einem Anschlusskredit zu finanzieren oder aber er gibt das Auto wieder ab. Bei der Rückgabe muss das Auto aber in einem einwandfreien Zustand sein, denn weist es Mängel auf oder ist die Fahrleistung höher als vorher vereinbart und der Restwert des Autos deshalb niedriger als der Listenpreis, muss diese Differenz vom Kunden gezahlt werden.
Wer sich also einen Neuwagen anschaffen und diesen mit einem Autokredit finanzieren möchte, hat die Qual der Wahl. Die Mühe eines Vergleichs der unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten sollte sich jeder Neuwagenkäufer unbedingt machen, denn wer am Ende mehrere Tausend Euro sparen kann, für den hat sich die Mühe in jedem Fall gelohnt. Um sich selber bei der doch recht großen Höhe einer Neuwagen-Finanzierung abzusichern, sollte über eine Restschuldversicherung nachgedacht werden. Zwar sind solche Versicherungen nicht gerade günstig, aber im Falle einer schuldlosen Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit, zahlt die Versicherung die noch ausstehenden Raten weiter und der Kunde gerät nicht in eine Überschuldung. Sollte der Kreditnehmer während der Finanzierungslaufzeit sogar versterben, zahlt die Versicherung die noch offene Kaufsumme inklusive Zinsen auf einmal ab. So werden die Hinterbliebenen nicht noch zusätzlich mit finanziellen Problemen belastet.